Hitzewelle: Die Wohnung effektiv runterkühlen

Eismeer
Die wirksamste Möglichkeit wäre natürlich eine Klimaanlage - aber auch die teuerste. Was kann man sonst noch tun? Hier meine besten Tipps gegen die Hitze.

Nachts lüften

Das ist natürlich eine Binsenweisheit. Aber die absolute Grundlage. Sobald die Außentemperatur unter die Raumtemperatur sinkt, sollten alle Fenster so weit wie möglich geöffnet werden und möglichst die ganze Nacht bis die Außentemperatur wieder höher ist. Wenn man das nicht macht, dann bringen die anderen Tipps auch fast nichts.

Tagsüber die Hitze abschirmen

Wenn vorhanden, die äußeren Rollläden herunterlassen. Damit sorgt man nicht nur dafür, dass die Sonnenstrahlen nicht in die Wohnung gelangen. Man hat noch eine zusätzliche Isolierschicht vor dem Fenster installiert.

Natürlich sollte es nicht komplett duster sein. Würde man das Licht anmachen müssen, würde ja die Lampe Hitze produzieren.

Elektrische Geräte vom Netz trennen

Es ist ja schon ein ur-ur-alter Spartipp, dass man elektrische Geräte nicht die ganze Zeit an der Steckdose lässt, da diese ja immer noch etwas Strom verbrauchen. Und jeglicher Stromverbrauch bedeutet auch immer Wärmeentwicklung.

Aber noch gravierender ist die Hitzeentwicklung von Geräten, die man aktiv gebraucht:

  • Fernseher: Wenn dieser 120 Watt verbraucht, dann entspricht dies 1/16 eines Heizlüfters. Alternative? Mal wieder ein Gesellschaftsspiel spielen. Oder wie wärs mit einem Puzzle?
  • Handy, Tablett & Co.: hast du schon mal gefühlt, wie heiß so ein Teil (und auch das Netzteil) wird, wenn man es lädt? Auch dies ist eine Hitzequelle, die man vermeiden kann. Abhilfe: Zum Bücherregal gehen und mal wieder ein gutes Buch lesen. Notfalls die Geräte dann laden, wenn nachts die Fenster offen sind und die Wärme direkt abgeführt werden kann.
  • Kühlschrank: Ganz klar, dass man an heißen Tagen kühle Getränke genießen möchte (wird zwar nicht empfohlen, da im Körper durch den Kältereiz die Wärmeproduktion angekurbelt wird - aber egal). Optimal stellt man die Getränke abends in den Kühlschrank. Bei der Kühlung des Inhalts produziert dieser eine Menge Wärme. Und diese will man ja nicht im Raum haben. Also: abends genügend Getränke in den Kühlschrank.
  • Das gleiche Prinzip gilt für die Kühltruhe (wenn sich diese in deiner Wohnung befindet). Deshalb: Wenn du Tiefkühlprodukte kaufst, gehe möglichst abends kurz vor Ladenschluss einkaufen. Dann kann die von der Kühltruhe produzierte Wärme gleich durchs Fenster abtransportiert werden.
  • Herd: Während einer Hitzewelle ist es keine gute Idee, warme Gerichte zuzubereiten. Denn dadurch wird extrem viel Hitze erzeugt, die man tagsüber nicht mehr los wird. Ein paar Ideen für heiße Tage: Salatteller, Gazpacho, Wurst-Käse-Gemüse-Platte. Wenn, dann sollte man das Kochen heißer Speisen auf den Abend verlegen.

Nicht in der Wohnung aufhalten

Ein menschlicher Körper gibt in Ruhe bei 28°C zwischen 40 und 100 Watt Wärme an den Raum ab. Von daher ist es für die Temperatur besser, wenn man sich nicht in der Wohnung aufhält. Allerdings fällt mir jetzt nichts Konkretes ein, was man bei der Hitze draußen machen könnte und gleichzeitig nicht viel kostet. Aber der Vollständigkeit halber wollte ich trotzdem erwähnt haben.

Duschen

Bei der Hitze ist man froh über jede Abkühlung. Damit die Wohnung möglichst kühl bleibt, sollte man möglichst nur mit kaltem Wasser duschen. Nicht mit kälterem Wasser als sonst, sondern mit kaltem. Warum? Auf dem Weg von der Heizung bis zum Wasserhahn wärmt das heiße Wasser die Leitungen und damit allmählich das Gemäuer. Außerdem gibt's dann weniger Wasserdampf (den man weglüften müsste. Oder wenn nicht, dann würde dieser ein schwüles Klima in der Wohnung begünstigen. Gut, ich geb's ja zu: das ist wirklich Hardcore. Was aber, wenn du ein Warmduscher bist? Tja, dann könnte man als zweitbeste Lösung in Betracht ziehen, dass die ganze Familie kurz hintereinander duscht, anstatt einzeln über den Tag verstreut. Und am abends oder sehr früh morgens, damit noch genügend Zeit zum Lüften vorhanden ist.

Günstiges Eis

Was gibt es besseres als ein kaltes Eis an heißen Tagen? Damit dein Geld nicht aus dem Geldbeutel schmilzt - mach dein Eis doch einfach selber. Natürlich erst abends (für den nächsten Tag), wenn du die Fenster aufmachen kannst.

Bevor eine Hitzewelle naht

  • Ist eine Hitzewelle angekündigt, dann kannst du die Wohnung schon mal präventiv herunterkühlen. Nachts die Fenster aufreißen, auch wenn es noch relativ kühl ist (oder gerade deswegen).
  • Einkaufen: Besorge dir die Zutaten für Kaltspeisen. Sonst kochst du doch was Warmes. Oder noch schlimmer, du kaufst dir etwas teures unterwegs.
  • Den Kühlschrank mit Getränken vollpacken.

Das war's von meiner Seite. Fallen dir noch weitere Tipps ein? Dann schreib's in die Kommentare rein.

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1 Kommentare

  • Ines Seiffert am 2019-07-27 um 09:13 Uhr
    Ich bin total begeistert von der Seite. Vor allem ist es nicht steif geschrieben und ich musste auch mal Schmunzeln. Weiter so!!!!!! Die Tipps sind klasse. Ist als Favorit gespeichert. ☺️
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