Geld sparen in der Küche

Zutaten für Spaghetti
Gegessen wird immer. Also kein Wunder, dass in der Küche so manches Sparpotential schlummert.

Zunächst einmal: Nutze deine Küche. Du hast tausende Euro für deine Küche ausgegeben. Du hast Töpfe und Schüsseln gekauft. Bist von deinen Bekannten zu Tupper-Parties eingeladen worden und hast jetzt eine Küchenausstattung, die jeden Profi vor Neid erblassen ließe. Und dann gehst du zu Mc Donald's...

Nicht, dass ich die Produkte von Mc Donald's verachten würde; nein ganz im Gegenteil. Aber es geht halt doch ins Geld. Und was man selbst gekocht hat, schmeckt eben auch immer doppelt so gut. Woran das liegt, weiß ich auch nicht, aber es ist doch so.

Hier noch ein paar weitere kleine Tipps, die den einen oder anderen Euro sparen helfen.

  • Leitungswasser statt Limo: Limonade kostet Geld - Wasser ist praktisch kostenlos. Wenn du, so wie ich, gerne mal eine Cola trinkst, dann kostet das (wenn du täglich 2 Liter trinken und die Cola für 66 Cent im Angebot kaufen würdest) nach Adam Riese 2 * 365 * 0,66 = 481,80 Euro im Jahr - pro Person! In Aktien angelegt sind das nach 30 Jahren über 45.000 Euro...
  • Mineralwasser statt Limo: Wenn du nicht ganz so hart gesotten bist ("ich brauche aber Kohlensäure im Wasser", "Igittigitt, Leitungswasser!"), dann solltest du wenigstens den Umstieg auf Mineralwasser in Betracht ziehen. Bei einem Mineralwasserpreis von 25 Cent pro Liter (beim Discounter sogar noch billiger), spart man also immer hin 41 Cent pro Liter. Also 299,30 Euro im Jahr.
  • Tee statt Limo: Ja, ich weiß: immer nur Wasser ohne Geschmack ist langweilig. Also gut - was ist mit Tee? Vielleicht sogar aus dem eigenen Garten?
  • Limo statt Limo: Ja, du hast richtig gelesen. Nein, du brauchst keinen Arzt rufen - mir geht es gut. Was ich meine: man kann Limonade auch selbst machen, z.B. mit Holunderblüten oder sogar auch Cola (was zugegebener Maßen dann doch etwas komplizierter ist). Demnächst werde ich das Rezept mal hier reinstellen. Das Rezept für Orangenlimonade findest du bereits im Rezept-Bereich.
  • Lohnt sich ein Wassersprudler? Hier muss man zunächst die Anschaffungskosten berücksichtigen. Teilweise findet man Starter-Sets für 50 Euro, allerdings gibt es auch (wenn man Wert auf Design legt) noch erheblich teurere Modelle. Zum Aufsprudeln benötigt man CO2-Zylinder. Sind diese leer, kann man diese für ca. 8 bis 9 Euro gegen volle tauschen. Wenn man aus einem Zylinder also 60 Liter Sprudelwasser bekommt, dann kostet ein Liter etwa 13 bis 15 Cent. Also ein bisschen mehr als ein Liter Wasser im Discounter. Dazu kommen aber noch die Kosten für den Sprudler und dessen Flaschen. Ein Wassersprudler lohnt sich also nur, wenn man an den Umweltaspekt denkt oder sich das Schleppen und Zurückgeben der Pfandflaschen ersparen möchten. Oder wenn man eine Quelle findet, die einem den CO2-Zylinder günstiger füllt. Oder man füllt sich die Zylinder selbst mit Kohlenstoffdioxid aus dem Baumarkt.
  • Im Backofen die Nachhitze nutzen: einfach den Ofen schon 5 Minuten vorher ausschalten. Die Nachhitze reicht noch locker aus, um den Kuchen fertig zu backen.
  • Selber Kochen: Ja, ich weiß. Oben habe ich das schonmal erwähnt. Ich kann's aber einfach nicht oft genug sagen. Wir essen jeden Tag - mehrmals. Hier liegt enormes Sparpotential. Außerdem macht's Spaß und ist in vielen Fällen sogar schneller, als irgendwo hin zu fahren und dort aufs Essen zu warten.
  • Essen planen: Gemäß einer Studie der Universität Stuttgart im Jahr 2012, wirft jeder Deutsche pro Jahr über 80kg Nahrungsmittel weg. Was das alles gekostet hat! Aber das muss nicht sein. Gute Planung hilft. Mach einfach jede Woche einen Plan, wann es was gibt. Und nur das kaufst du ein. Zusatztipp: Immer satt zum Einkaufen gehen - nicht hungrig. Sonst kauft man viel zu leicht Dinge, die gar nicht auf dem Zettel stehen.
  • Brot selber backen: Frisch aus dem Backofen und duftend lecker - und billig. Mehl, Hefe und Wasser sind spottbillig, im Gegensatz zu den Broten von den Bäckereiketten. Nachteil: Die Zubereitung kostet etwas Zeit. Am schnellsten geht es mit einem Brotbackautomaten (der aber wiederum Geld kostet). Dort schmeißt man einfach die Zutaten rein und fertig. Allerdings verbleibt im Brot immer ein Loch durch den Knethaken. Zweitschnellste Lösung: Den Teig in der Küchenmaschine (die eh in den meisten Haushalten zu finden ist) zubereiten lassen und dann ganz normal im Backofen backen. Oder man knetet den Teig ganz klassisch von Hand. Da kommt man herrlich ins Schwitzen. Um Zeit zu sparen, könnte man auch einmal im Monat einen "Back-Tag" einlegen und die Brote dann einfrieren. Ein Brot für 3 Euro pro Woche macht 156 Euro Ersparnis im Jahr.
  • Kochen mit Deckel: Ohne Deckel gehen beim Kochen ca. 75% der Energie verloren. Die Umwandlung von Wasser in Dampf benötigt sehr viel Energie, die sich somit einfach in Luft auflöst. Mit Deckel wird diese Energie also wieder aufgefangen und verbleibt im Topf.
  • Vitamine: Gekauftes Obst und Gemüse wird oft unreif geerntet, sodass es während des Transport reift. Der Nachteil: es haben sich noch nicht alle Vitamine gebildet. Und je länger die Lebensmittel gelagert werden, umso mehr Vitamine gehen verloren. Unter diesem Gesichtspunkt schneidet Tiefkühlgemüse oft erheblich besser ab, da das Gemüse reif geerntet und dann sofort gefrostet wird. Noch gesünder: Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, vor allem, wenn zwischen Ernte und Genuss nur wenige Minuten liegen.
Wenn du wirklich häufig kochst (aber nur dann!), dann sind vielleicht folgende Utensilien praktisch:
  • Schnellkochtopf: Da ein Schnellkochtopf luftdicht verschlossen wird, kann das Essen deutlich heißer als 100°C gekocht werden. Dadurch ist das Essen schneller fertig, was nicht nur Zeit (man spart ca. 2/3 der Zeit), sondern auch Energie spart. Und weil der Schnellkochtopf ja luftdicht ist, entweicht auch kein Dampf. Dadurch wird dem Topf weniger Energie entzogen, weswegen man den Herd auch auf eine kleinere Flamme stellen kann.
  • Wenn du öfters einen Braten machst, dann lohnt sich ein Römertopf: Dann musst das Fleisch vorher nicht mehr anbraten. Also zunächst Zeit und etwas Energie gespart. Und etwas weniger zu spülen.
  • Ein Muss für jeden Schwaben, der Spätzle selber macht: eine Spätzlepresse. Original werden Spätzle natürlich geschabt - wenn man's kann. Deutlich einfacher ist es eben mit einer Presse. Es gibt auch Spätzle-Hobel bzw. -Reiben, die günstiger sind als eine Presse - aber ich bezweifle, ob man das Resultat wirklich als Spätzle bezeichnen kann.
  • Pizzastein. Mit diesem (und einem guten Rezept natürlich) kannst du zuhause Pizza in Italiano-Qualität backen. So ein Stein hat sich dann schon nach fünf, sechs Pizzen amortisiert.
Aber nicht, dass du noch irgendwelches Zeugs kaufst, das dann nur im Schrank rumsteht.

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2 Kommentare

  • Britte am 2019-08-01 um 10:33 Uhr
    supertipps, die man zwar zumindest teilweise schon mal gehört/gelesen hat, aber: wenn man's nicht gleich macht.... apropos - ich freue mich auf die "Antiprokastinationstipps"! un no a aber, a grooß: Schwob un Schbädslesbress - wo gibdsn soebes!! Schbädslesbress isch für Breussa un andre Net-Schwoba! An Schwob braucht sei Schbädslesbredd un a Paleddle!!!
    • am 2019-08-01 um 13:17 Uhr
      Ha joh - wenn ma's kah. Aber wenn edd, noh isch a Schbädslesbress halt gschickt.
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