Eis selber machen

Gut, der Sommer dieses Jahr ist ja nicht ganz so berauschend. Trotzdem habe ich ein bisschen experimentiert, wie man Eis selbst herstellen kann. In diesem Artikel geht es nun darum, wie man Wasser-Eis selbst herstellt. Wie man ein Sahne-/Milcheis macht, das schreibe ich ein andermal.

Wassereis ist eigentlich ganz einfach. Einfach eine Limo in die entsprechenden Formen kippen und ab in die Kühltruhe. Aber sagte ich eigentlich ganz einfach? Denn ein paar Sachen gibt es schon zu beachten (die Rezepte findest du unten im Artikel).

Es fängt schon damit an, dass das Aroma nachlässt, wenn das Eis friert. Ich arbeite daher mit Sirup, denn dort nehme ich einfach weniger Wasser, sodass das Aroma stärker zur Geltung kommt. Nun will ich an dieser Stelle nicht verhehlen, dass ich bis vor Kurzem mein Geld hauptsächlich mit dem Verkauf von Sirup verdiente. Aber probiere im Zweifelsfall einfach mal, ein Cola-Eis alleine nur mit Cola zu machen und dann sprechen wir uns wieder.

Fruchtsäfte (unverdünnt) sind ebenfalls geeignet, da diese einen höheren Zuckeranteil aufweisen.

Da ich gerade auf Diät bin, interessierte mich auch, wie man No-Carb-Wassereis herstellt. Also habe ich es mit zuckerfreien Sirups probiert und hier fing die Tortur an.

Zuerst habe ich das Extrem-Konzentrat Teisseire Max verwendet. Als Limonade gar kein Problem, aber als Eis: praktisch kein Geschmack. Ich habe die Dosis verdoppelt und es war immer noch kaum Geschmack im Eis. Und da der Zucker fehlt ist auch die Konsistenz nicht so, wie man es von einem Wassereis erwartet. Das Eis war nämlich so bockel-hart wie ein ganz normaler Eisblock.

Dann habe ich die zuckerfreien Sirups von SodaStream probiert. Mit dem gleichen Ergebnis. Und dann die normalen Sirups von Teisseire zero. Dort sind noch Füllstoffe (aus Zitrusfasern) enthalten. Und damit habe ich dann akzeptable Ergebnisse erzielt. Man braucht zwar ein bisschen mehr Sirup als bei der zuckerhaltigen Variante, aber dann ist die Konsistenz und der Geschmack in Ordnung.

Nachdem nun die Rezepte ausgearbeitet waren, stellte sich nun die Frage, in welchen Formen man das Eis macht.

Wahrscheinlich hat jeder Haushalt irgend wann einmal schon Eisformen für Eis am Stiel gekauft. Gib's ruhig zu. Bestimmt schlummert auch bei dir in einer Schublade ein solches Set. Also bei mir war dies jedenfalls so. Nur: das Befüllen der Gefäße ist ein Akt und dann beim Genießen hat man das Problem, dass das Zeug herunter tropft, wenn man nicht schnell genug schleckt.

Am liebsten war mir immer das Quetsch-Eis aus dem Supermarkt. Und ich dachte: "Hierfür müsste es doch auch Formen geben". Und tatsächlich - es gibt solche Formen aus Silikon z.B. bei Amazon zu kaufen. Was ich dann auch gemacht habe.

Eistuben

Als diese dann endlich kamen (selbstverständlich bin ich kein Prime-Kunde, denn Ungeduld ist des Geldbeutels Ruin), habe ich das Ganze damit ausprobiert - alles super.

Also: machen wir 10 x Quetsch-Eis.

Hierfür benötigt man 800ml "Flüssig-Zubereitung". Und dafür jetzt endlich das Rezept:

650 ml Wasser
150 ml Sirup (1:7)

Beides vermischen, in die Tuben einfüllen und ab in die Gefriertruhe. Und nach ein paar Stunden genießen...

Und hier noch das Low-Carb-Rezept:

600 ml Wasser
200 ml zuckerfreien Sirup (1:7)

Zubereitung wie oben (oder hast du jetzt etwas anderes erwartet?).

Zutaten für Wassereis

Die Ersparnis

Und nun kommen wir noch zu der Sache, die uns Sparer natürlich am brennendsten interessiert: was spart man denn dabei?

Nun, eine Quetsch-Eis-Packung kostet im Aldi zur Zeit 1,39 Euro. Enthalten sind 660 ml Eis. Also pro 100ml 0,21 Euro.

600ml Sirup von Teisseire kosten derzeit um die 4 Euro. Es gibt aber auch Sorten in größeren Gebinden oder von anderen Herstellern, die billiger sind. Rechnen wir aber mal mit 4 Euro pro 600ml. Damit kosten 150 ml Sirup nach Adam Riese 1 Euro.

Wasser gibt's praktisch umsonst, somit kosten uns 800ml Eis nur 1 Euro oder 12 Cent pro 100 ml. Im Vergleich zum Discounter-Preis (wo es nur zwei Geschmacksrichtungen gibt) also eine Ersparnis von 9 Cent pro 100ml. Hochgerechnet auf ein einzelnen Eis (110ml) spart man also ca. 10 Cent - Eis für Eis.

Und falls du ein zuckerfreies Diät-Eis machen willst - dann hast du im Supermarkt fast gar keine Auswahl. Kürzlich bin ich zwar über ein Startup gestolpert, das Low-Carb-Speiseis produziert, aber zu Preisen, wo der Geldbeutel schneller abnimmt als man selbst.

Also liegen die Vorteile auf der Hand:

- man spart Geld
- man kann viel mehr Geschmacksrichtungen ausprobieren
- man kann auch Low-Carb-Eis selbst machen

So, und jetzt gönne ich mir ein selbst gemachtes Quetsch-Eis. In der Geschmacksrichtung "Tropische Früchte". Und sogar ganz ohne Zucker. Muss ja auch mal sein - nach so einem Roman (für so ein popeliges Rezept).

Bezugsquellen

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