Geld sparen im Bad und WC

Bawusch! Ein Knopfdruck und eine ganze Wasserladung rauscht den Abfluss hinunter. Damit es Ihrem Geld nicht auch so geht, habe ich hier ein paar elementare SparTipps zusammengetragen.

  • Hände waschen mit kaltem statt warmem Wasser: Das Erhitzen eines Liter Wassers um 1 Grad kostet ca. 1,16 Wattstunden. Kommt das Wasser durchschnittlich mit 20 Grad im Haus an und wird es auf 40 Grad (im Durchschnitt) erhitzt, so wären dies ca. 0,02 kWh oder ungefähr ein halber Cent. Wäscht man sich täglich 5 mal am Tag die Hände und braucht dann je einen Liter, so wären dies dann ca. 9 Euro Ersparnis im Jahr - pro Person.
  • Warten aufs Warmwasser: Dauert es in Ihrer Dusche auch etwas länger, bis endlich warmes Wasser kommt? Drehen Sie gleich am Anfang nur das heiße Wasser auf und regeln es dann später herunter. Dann müssen Sie nicht so lange aufs Warmwasser warten und damit geht auch weniger (kaltes) Wasser den Abfluss runter.
  • Zahnpasta steht wahrscheinlich auch bei Ihnen regelmäßig auf dem Einkaufszette. In der Werbung wird immer die komplette Zahnbürste mit einem großzügigen Streifen Zahnpasta "belegt" (kennt hier jemand einen Ausdruck, der diesen Vorgang eindeutig beschreibt?). Notwendig ist aber nur ein kleines bisschen Zahnpasta. Die Putzwirkung hängt vielmehr von der Putztechnik ab, als von der Menge der Zahnpasta. Und noch wichtiger: Trinken Sie vor allem Wasser statt Limonade und Säfte. Nicht nur, dass Ihre Zähne durch Softdrinks ständig mit Säure und Zucker umspült werden, billig ist das ja auch nicht.
  • Die richtige Zahnbürste: Zahnbürsten werden heute mit allerlei Schnickschnack verkauft. Höhere und niedrigere Borsten, schräge Borsten und federnder Bürstenkopf werden von der Werbung angepriesen. Müssen diese Extras wirklich alle sein? Viele Zahnärzte empfehlen eine ganz normale Zahnbürste mit abgerundeten Borsten. Denn die richtige Putztechnik ist viel wichtiger als die ganzen "Sonderausstattungen". So ist es beispielsweise viel besser fürs Zahnfleisch und den Zahnschmelz, wenn man nicht so stark drückt.
  • Statt mit Taschentüchern kann man sich die Nase auch mit Klopapier putzen. Wenn Ihr zartes Näschen das mitmacht.
  • Abzieher in der Dusche: Das Badezimmer (und die restliche Wohnung) sollte nach dem Duschen immer gut gelüftet werden, um einer Schimmelbildung vorzubeugen. Doch gerade im Winter benötigt die Heizung wertvolle Energie, um die kalte Luft aufzuheizen und das Wasser, das sich an den Duschwänden abgesetzt hat zu verdunsten. Mit einem Abzieher (mit dem z.B. auch Fensterputzer arbeiten) können Sie das Wasser an den Duschwänden abziehen und im Abfluss verschwinden lassen. Dann muss es nicht verdunsten. Die Verdunstung eines Liters Wasser kostet nämlich ca. 0,678 kWh - in Strom umgerechnet um die 0,20 Euro. Rechnet man 100ml pro Tag, die nicht verdunsten müssen, dann wären dies bei 180 Tagen (in der Warmwetter-Periode muss man ja nicht heizen) insgesamt 18 Liter oder 3,60 Euro. Dies ist nur die Verdunstungsenergie; dazu kommt noch die Heizenergie, die man spart, weil man nicht so lange lüften muss.
  • Duschen statt baden: Ein Duschvorgang benötigt wesentlich weniger Wasser als wenn man badet. Man braucht ungefähr nur ein Drittel Wasser. Es fallen also 2 Drittel weg. Wasser, das man nicht bezahlen und auch nicht erhitzen muss. Je nach Dusch-Gewohnheit und Größe der Badewann kommt so über das Jahr schnell ein Betrag von 100 bis 200 Euro zusammen.
  • Kürzer Duschen: das ist der nächste logische Schritt. Nicht nur, dass viel Wasser verloren geht. Auch die Haut trocknet nicht so aus. Aber rechnen wir mal aus, was man so spart: Pro Minute gehen ca. 8 Liter den Abfluss runter. Jeder Liter kostet (je nach Region) um die 0,4 Cent, was für 8 Liter also um die 3 Cent ergibt. Das Erhitzen dieser Menge kostet ca. 4 Cent. Also kostet jede Minute zusätzliches Duschvergnügen 0,07 Euro. Oder 25,55 Euro im Jahr. Fünf Minuten weniger duschen bringt dann 127,75 Euro. Und jetzt rechnen Sie mal aus, was die ganze Familie sparen kann...
Wie Sie also sehen, kommt alleine im Badezimmer ganz schön was zusammen. Manche Dinge sparen nur minimale Beträge ein, bei anderen Dingen lohnt es sich ganz beträchtlich.

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