Spätzle selber machen

Vielleicht haben Sie schon mal Spätzle im Supermarkt gekauft. Oder sagen wir: eine Packung, wo Spätzle draufstand. Denn die Nudeln, die man als Endergebnis erhält schmecken zwar auch nicht schlecht, haben aber mit Spätzle wenig zu tun.

Die Zubereitung ist wirklich ganz einfach. Pro Person rechnet man folgende Zutaten:

  • 100g Mehl
  • 1 Ei
  • ca. 60ml Wasser
  • eine Prise Salz
Die Zutaten werden einfach in eine Schüssel geschmissen und mit einem Kochlöffel verrührt. Und mit verrühren meine ich: so lange verrühren, bis der Teig eine zähe Konsistenz bekommt. Beim Rühren ruhig etwas Luft unterheben. Nach einiger Zeit merkt man dann große Luftblasen. Dann ist der Teig bereit für den zweiten Schritt.

Nun muss man aus dem Teig noch die Nudeln formen. Hier gibt es im Grunde zwei Methoden:

  • man schabt die Spätzle von Hand
  • oder man nehme eine Spätzlespresse
Die erste Variante ist die günstigste aber auch aufwändigste Methode. Hierbei bringt man zunächst einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen. Dann nimmt man ein Holzbrett und verteilt dort etwas von dem Teig. Nun schabt man mit einem Teigschaber oder Messer ein wenig Teig in das heiße Wasser. Also Nudel für Nudel. Dies erfordert schon ein bisschen Übung. Aber eine schwäbische Hausfrau macht das in Nullkommanix.

Ich bevorzuge die Methode mit der Spätzlespresse, allerdings empfehle ich die Anschaffung nur, wenn man Spätzle wirklich öfters machen möchte. Denn ansonsten liegt die Presse nur rum.

Also zurück zum Thema: Man füllt den Teig in die Presse und presst diesen in das kochende Wasser. Also 100 Nudeln auf einmal - das ist wahre Effizienz.

Nun lässt man die Spätzle kurz aufkochen (bis sie oben schwimmen; das geht sehr schnell) und fischt diese dann mit einem Schaumlöffel heraus. Dann wiederholt man o.g. Schritte, bis der Teig aufgebraucht ist.

Und dann ist man schon fertig. Ist man etwas geübt, geht die Zubereitung sehr schnell. Im Grunde mischt man nur ein paar Zutaten und presst diese in kochendes Wasser.

Und was spart man dabei?

Zugegeben, Nudeln bekommt man extrem günstig im Laden zu kaufen. 500g Spätzle im Aldi für 79 Cent. Rechnen wir also mal nach. Da die gekauften Spätzle getrocknet sind, dürfen wir beim Vergleich das Wasser nicht berücksichtigen. Für ein 500g Trockenspätzle-Äquivalent benötigen wir 300g Mehl und 3 Eier. Salz und Wasser werden wir mal vernächlässigen. Eine Packung Mehl kostet momentan 30 Cent und 10 Eier kosten 1 Euro.

Also sind wir bei 9 Cent für das Mehl und 30 Cent für die Eier. Man spart also 40 Cent. Klingt also nicht nach viel. Rentiert sich also nur, wenn man auch aus Freude kocht. Obwohl: 40 Cent am Tag sind auch 146 Euro im Jahr - netto.

Und was ist jetzt mit der Aussprache?

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Wenn Sie nicht gerade aus dem Ländle kommen, dann sprechen Sie das Wort "Spätzle" bestimmt immer mit einem "e" wie "Emil" aus. Nun, so ganz falsch ist dies nicht, aber dann handelt es sich nicht um Nudeln, sondern um einen kleinen Spatz. Oder um nur eine einzige Spätzlesnudel. Spätzle (also einen ganzen Teller davon) werden zwar genauso geschrieben, das hintere "e" wird jedoch wie das "a" in "amsel" ausgesprochen (nicht wie das "a" in "Acker"). Nur mal so am Rande.

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